POTENZIAL-
ANALYSE
Unternehmen erzählen
ihre Geschichte
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KI-Use Cases für die Bauüberwachung
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DER ANLASS
Nicht nur die Durchführung, sondern auch die Überwachung von Bauprojekten im Infrastrukturstrukturbereich (Straßen- und Schienenbau) unterliegen vielfältigen regulatorischen Anforderungen. Davon ist insbesondere die Datenbearbeitung und -ausgabe betroffen. Ein zentrales Dokument ist in dem Zusammenhang das „Handbuch für Vergabe und Ausführung von Bauleistungen im Straßen- und Brückenbau“ (HVA). Es regelt u.a. wie die Überwachung der Bauausführung zu erfolgen hat, wie Nachträge erfasst und abgerechnet werden und wie mit Behinderungen oder Unterbrechungen umgegangen wird. Dazu sind durch das HVA zahlreiche Formblätter definiert, die im Rahmen der Bauüberwachung zu nutzen sind. Ein Unternehmen, dessen Arbeitsweise sehr intensiv mit der HVA verknüpft ist, ist die QBIC Ingenieure GmbH, ein inhabergeführtes Unternehmen für Beratung, Baumanagement und Bauüberwachung für Infrastrukturprojekte mit Sitz in Naumburg.
Insbesondere im Bereich der Bauüberwachung sind durch die Beschäftigten zahlreiche, anlassbezogene Formblätter auszufüllen. Das betrifft bspw. die Dokumentation des Baufortschritts, die Beschreibung von Leistungsänderungen oder die Protokollierung von Baubesprechungen. Dem Vorteil der strukturierten Datenerfassung durch die Formblätter steht der Nachteil der notwendigen „Schreibarbeit“ entgegen. Teilweise ist damit auch Doppelarbeit verbunden, da für unterschiedliche Anlässe unterschiedliche Formblätter bestehen, die allerdings einen identischen Formularkopf haben. Die gleichen Daten müssen also wiederholt mehrfach eingetragen werden. Mit konkreten Ideen die Bearbeitung der Formblätter und auch weiterer Prozesse unter Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) effizienter zu gestalten, wandte sich die Geschäftsleitung an das Mittelstand-Digital Zentrum Magdeburg.
DIE LÖSUNG
Im Rahmen einer Digitalisierungssprechstunde wurde schnell festgestellt, dass eine Unterstützung bzw. Teilautomatisierung von Datenerfassung, -bearbeitung und ‑speicherung mittels digitaler Technologien durch die HVA-bedingte starke Datenstrukturierung gut möglich ist. KI kann dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Um die im Unternehmen vorhandenen Ideen aufzugreifen, wurde eine Potenzialanalyse initiiert, in dessen Kern die Strukturierung und Detaillierung der Ideen standen. Als geeignete Methode erwies sich ein Workshopformat, in dem die Weiterentwicklung der Ideen zu konkreten KI-Anwendungsfällen (Use Cases) erfolgte. Darin wurden für jeden Ansatzpunkt u.a. die bisherige Vorgehensweise beschrieben, mögliche Schwachstellen diskutiert, Prozessbeteiligte erfasst und der damit verbundene Aufwand grob quantifiziert. Zur Adressierung des Ansatzpunktes in Form eines KI-Dienstes erfolgte u.a. die Beschreibung möglicher Kernfunktionen sowie die Formulierung einer groben „User Story“. Letztere beschreibt, wie die Nutzer*innen zukünftig den zu Grunde liegenden Prozess unter Einsatz des KI-Dienstes erleben könnten. Durch das „Durchspielen“ des angestrebten Zustands können u.a. bisher unberücksichtigte Aspekte bewusst gemacht, Wechselwirkungen zu anderen Prozessen erkannt und zentrale Anforderungen an den Dienst identifiziert werden. Für jeden betrachteten KI Use Case wurden zudem zu berücksichtigende Datenquellen und -senken, mögliche Risiken sowie eine grobe Quantifizierung des resultierenden Potenzials ergänzt.
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DAS HAT ES GEKOSTET
Sowohl die Digitalisierungssprechstunde als auch die Potenzialanalyse konnte durch das Unternehmen aufgrund der Förderung des Mittelstand-Digital Zentrum Magdeburg durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) kostenfrei in Anspruch genommen werden. Das Unternehmen musste lediglich die Arbeitszeit der an Digitalisierungssprechstunde und Workshop beteiligten Beschäftigten einbringen.
DAS WÜRDE DAS UNTERNEHMEN NICHT WIEDER MACHEN
Durch die Zusammenarbeit mit dem Zentrum sind wertvolle Impulse für eine langfristige Effizienzsteigerung entstanden. Deren Umsetzung erfordert jedoch Freiraum im Tagesgeschäft, über die das Unternehmen momentan allerdings kaum verfügt. Aus diesem Grund wird die vollständige KI-basierte Unterstützung der Wertschöpfungsprozesse noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
DAS HAT DEM UNTERNEHMEN SEHR GEHOLFEN
Die Geschäftsführung des Unternehmens hatte bereits sehr konkrete Vorstellungen, an welchen Punkten im Wertschöpfungsprozess des Unternehmens KI sinnvoll eingesetzt werden könnte. Durch die Zusammenarbeit mit dem Zentrum konnten diese Punkte untersetzt und in KI Use Cases transformiert werden. Auf dieser Basis kann eine Priorisierung der Use Cases erfolgen. Zudem stellen sie eine wichtige Grundlage für die Suche und Ansprache möglicher Umsetzungspartner dar. Als hilfreich erwiesen sich die strukturierte und methodisch untersetzte Vorgehensweise der Zentrumsmitarbeitenden sowie die Möglichkeit eine erste Einschätzung hinsichtlich Machbarkeit und Aufwand durch den beteiligten KI-Trainer zu erhalten.
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Ansprechperson
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